Du bist heute im RE 7 unterwegs – was bedeutet dir das Zugfahren?
Claus:
Ich nutze den RE 7 fast täglich. Die Fahrt mit dem Zug ist für mich ein fester Bestandteil meines Alltags. Die Zugfahrt gibt mir Zeit, den Kopf freizubekommen oder mich auf das, was kommt, vorzubereiten. Es ist der Moment, in dem ich eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag bekomme, auch wenn ich eigentlich noch unterwegs bin.
Begegnen dir auf deiner Fahrt Menschen, mit denen du ins Gespräch kommst oder die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
Claus:
Meistens bin ich im Zug für mich allein. Es kommt selten vor, dass ich mit Fremden ins Gespräch komme. Doch es gibt immer wieder kleine Momente, in denen sich unsere Blicke kreuzen oder jemand mir höflich den Platz anbietet. Diese kurzen Interaktionen – sei es ein Lächeln oder ein kleines Gespräch – machen die Fahrt angenehmer. Solche Begegnungen bleiben mir eher in Form von freundlichen Gesten im Gedächtnis.
Wie erlebst du Vielfalt in deinem Zug-Alltag – zum Beispiel in Bezug auf unterschiedliche Sprachen, Kulturen oder Generationen?
Claus:
Im Zug erlebe ich eine große Vielfalt an Menschen. Es sind Pendler aus verschiedenen Generationen, mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Sprachen. Diese Vielfalt ist natürlich und wird zu einem Teil des Zug-Alltags. Oft bemerkt man sie, ohne dass es besonders auffällt – sei es durch das Hören anderer Sprachen oder durch die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Mitreisenden. Wir sind alle unterwegs, jeder für sich, aber gleichzeitig auch zusammen.
Was würdest du dir wünschen, damit das Pendeln noch stärker zum Ort der Begegnung und des respektvollen Miteinanders wird?
Claus:
Ich wünsche mir, dass Pendler noch mehr Rücksicht aufeinander nehmen – gerade in vollen Zügen. Manchmal sind die Plätze knapp und es fehlt an Respekt, vor allem in Stoßzeiten. Ein bisschen mehr Rücksichtnahme und Achtsamkeit für die Mitreisenden könnte den Pendel-Alltag für alle angenehmer machen. Kleine Gesten wie ein Lächeln oder das Anbieten eines Sitzplatzes könnten viel bewirken und das Pendeln zu einer freundlicheren Erfahrung machen.
Unsere aktuelle Kampagne heißt „Wir sind wie ihr – Linien, die verbinden“. Was verbindest du persönlich mit dieser Botschaft?
Claus:
Für mich bedeutet diese Botschaft, dass auch die Mitarbeiter*innen von National Express so vielfältig wie unsere Gesellschaft sind. Es zeigt, dass wir alle in einem gemeinsamen Kontext leben. Es ist eine Erinnerung daran, dass wir alle gemeinsam auf diesem Weg sind.
Was würdest du einem Menschen, der neu in Deutschland angekommen ist, mit auf den Weg geben – im Hinblick auf Miteinander, Vielfalt und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen?
Claus:
Für jemanden, der neu in Deutschland ist, ist es wichtig, sich anzupassen. Die Sprache zu lernen und sich in die Gesellschaft zu integrieren, ist ein großer Schritt. Dabei sollte man respektvoll miteinander umgehen, die Vielfalt der Menschen hier schätzen und seinen eigenen Weg finden. Es braucht Mut, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, aber dieser Mut wird mit der Zeit belohnt.